In den letzten Wochen habe ich regelmäßig über mein Fitnesstraining berichtet. Kleine Anpassungen gab es bereits: Ich habe die Gewichtsangaben und Maße gestrichen, da ich nicht über eine Zahl nachdenken wollte. Ich bewege mich im Rahmen des Normalgewichts, mehr brauche ich nicht zu wissen und will es auch nicht. Meine Mitgliedschaft in Fitnessgruppen in den sozialen Medien bestätigt mich darin. Viel zu oft lese ich vom Frust, der beim Blick auf die Waage oder aufs Maßband entsteht, weil die Anstrengung nicht die gewünschten Erfolge einbringt. Mir geht es aber darum, etwas für mein Wohlbefinden zu tun. Dass Bewegung zu diesem beiträgt, sagt mir mein Gefühl, und das lässt sich nicht beziffern.

Fitness ist wichtig, prägt aber nicht meinen Lebensstil

Was ich meine: Ich möchte zwar ein paar Trainingseinheiten in meinen Alltag integrieren, aber ich bin meilenweit von dem entfernt, was manche als „Fitness-Lifestyle“ bezeichnen. Und das soll auch bitte so bleiben. Nicht, dass ich sportliche und durchtrainierte Menschen nicht bewundern würde – das tue ich und freue mich mit jedem, der seine Ziele erreicht. Dahinter steckt meist eine Menge Disziplin und Durchhaltevermögen. Davon habe ich nicht viel auf meinen Lebensweg mitbekommen, und mein geringes Pensum ist bereits für andere Dinge verplant. Ich möchte mich weder an Trainingspläne halten noch mir selbst ein bestimmtes Pensum auferlegen. Die besten Erfahrungen habe ich bisher damit gemacht, ganz nach Gefühl zu entscheiden, wie viel Sport ich treibe und für welche Art von Bewegung ich mich entscheide, und ich möchte das ganz für mich machen. Darüber Buch zu führen war ein Experiment, ich wollte es ausprobieren, habe aber festgestellt, dass es mir auf Dauer keine Freude bringt. Daher gibt es ab sofort kein Fitnesstagebuch mehr.

Ich möchte alles ganz entspannt angehen

Je mehr ich mich mit der Fitness-Community beschäftige, umso mehr fallen mir jedoch der Frust und die Verbissenheit auf, die manche an den Tag legen.  Bitte nicht falsch verstehen, es sind längst nicht alle so, es gibt auch wunderbar positive Menschen, denen man den Spaß am Sport richtig anmerkt und die mich dadurch mitreißen und motivieren. Das finde ich großartig. Es gibt aber auch eine Menge Negativität, zumindest kommt es bei mir so an. Ob nun eine Trainingseinheit ausgefallen ist, ein Workout doch noch zu schwer war, ein ehrgeiziger Plan nicht erfüllt wurde, eine Ernährungssünde für Kopfzerbrechen sorgt – immer wieder sorgt das Thema Fitness für Frust. Nur wenige scheinen einfach das zu machen, woran sie Spaß haben, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und sich besser zu fühlen. Genau darum geht es mir aber. Dazu brauche ich keinen Plan, sondern ein gutes Gespür dafür, was in welcher körperlichen und mentalen Verfassung gut für mich ist. Mal muss ich mich richtig auspowern, mal brauche ich eher ein entspannendes Workout. Kein noch so ausgeklügelter Plan kann mir das bieten.

„Setze Dir Ziele“ heißt es immer wieder. Ich möchte aber nicht auf ein Ziel hintrainieren, weder auf ein Gewicht noch auf einen optischen Aspekt, eine bestimmte Distanz oder ein Trainingspensum. Ich weiß, dass ich mich durch Sport besser fühle, und das reicht mir. Ich brauche keine selbst auferlegten Verpflichtungen wie Trainingspläne oder auch mein Fitnesstagebuch, mit dem ich mir einen Überblick über meine Aktivitäten verschaffen wollte. Ob es nun zwei, drei oder vier Workouts in einer Woche waren, ist mir letztendlich egal. Ich möchte mich nicht irgendwann dabei ertappen, wie ich meine Einträge analysiere und nach Optimierungspotential suche oder mir ein schlechtes Gewissen mache, wenn ich mal nicht ganz so viel trainiert habe. Deshalb bleibe ich weiter sportlich, schraube aber die gedankliche Auseinandersetzung damit zurück.

Zum Abschluss der kurzen „Fitnessblog-Phase“ habe ich meine wichtigsten Grundsätze zusammengefasst:

  • Täglich bewegen – auf welche Weise ist nicht so wichtig
  • Spaziergänge, Wanderungen, aktiv gestaltete Tagesausflüge, Hausputz, Gartenarbeit, Workouts, durch die Wohnung tanzen – alles zählt
  • Training nach Körpergefühl und mentaler Verfassung statt nach zielgerichteten Plänen
  • Überwiegend gesunde Ernährung, aber nicht konsequent und ausnahmslos
  • Spaß und Wohlbefinden stehen im Vordergrund
  • Fitness ist nicht alles im Leben 😉

 

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