Insgeheim bewundere ich jene Menschen, die auch unangenehme Erledigungen schnell hinter sich bringen. Ich bin da eher der Typ Mensch, der Dinge gerne aufschiebt, und zwar selbst dann, wenn mir dadurch Nachteile entstehen. Ein gutes Beispiel ist mein Konto. Ich habe eine Weile über meine Verhältnisse gelebt, daher war es nah am Limit, ebenso wie meine Kreditkarte. Dieser Umstand frustriert mich seit Wochen, ich habe aber lange nichts dagegen unternommen.

Letzte Woche habe ich mir endlich selbst in den Hintern getreten und einen Termin mit meinem Bankberater vereinbart, um alles zu regeln. Ergebnis: Zunächst einmal das wunderbare Gefühl der Erleichterung, das endlich hinter mich gebracht zu haben, gefolgt von einem breiten Grinsen beim Blick auf meinen Kontostand. Ich zahle monatlich nur noch eine Rate, lege etwas fürs Alter zur Seite (mit Mitte 30 sollte man daran langsam mal denken) und habe künftig trotzdem jeden Monat deutlich mehr Geld übrig als bisher.

Das wirkt sich gleich in doppelter Hinsicht nachhaltig auf meine Lebensqualität aus – zum einen, weil der Blick auf meinen Kontostand nicht mehr frustrierend ist, zum anderen, weil ich mir künftig mehr leisten kann. Vor allem aber habe ich nicht mehr ständig im Kopf, dass ich meine finanzielle Situation regeln muss, denn nun habe ich diesen Punkt hinter mich gebracht und kann ihn abhaken. Das verschafft mir ein ungemein befreiendes Gefühl!

Unangenehme Erledigungen lösen sich nicht in Luft auf, also packe sie an!

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ heißt es, und das gilt auch für die Dinge, die uns nicht gerade Freude bereiten. So lange sie unerledigt bleiben, sind sie ein nicht zu unterschätzender Frustfaktor. Der Gedanke daran ist oft schlimmer als die Sache selbst und schlägt auf die Stimmung. Etwas zu erledigen, das man lieber weiter vor sich herschieben würde, verschafft einem daher nicht nur hinterher einen kleinen Glücksmoment, sondern kappt auch die stachelige Kette aus den vielen kleinen Momenten, in denen sich das Unerledigte in unser Bewusstsein drängt.

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